20.09.2003

Earthdance in Puch - Abend

Earthdance 2003
Zu den Ereignissen um den Earthdance 2003 möchten wir als Veranstalter unsere Sicht der Dinge darstellen, da die allgemeine Berichterstattung einverzerrtes Bild abgibt. Vorneweg: der Earthdance ist das weltweit größte gleichzeitig stattfindende Musikfestival der Welt. In 120 verschiedenen Städten wird der Earthdance veranstaltet, mit den Einnahmen wird ein Waisenhaus in Osttibet und das medizinische Gerät einer Arztstation sowie andere Projekte finanziert. In Salzburg fand der Earthdance letztes Wochenende statt. Die Polizei wollte die genehmigte Veranstaltung aufgrund vager Vermutungen bereits im Vorfeld absagen lassen. Bereits zu Beginn der genehmigten Veranstaltung, die über öffentliche Wege (Flyer, Zeitungen, Radiostationen und das Internet) angekündigt worden war, wurde unseren Gästen ein Empfang der besonderen Art beschert: Mit einem Großaufgebot an uniformierter und ziviler Polizei, mit Hunden, mehreren Kontrollstationen sowie einem Hightech-Drogenlabor. Jeder Einzelne musste sich ausweisen, seine Daten wurden überprüft, und sein Auto durchsucht. Ein Gast musste sein Auto in die Polizeidirektion bringen, wo es (ergebnislos) zerlegt wurde. Bis zu 2 Stunden wurden die Besucher des Earthdance am Eingang nach allen Regeln der Kunst durchsucht, ehe sie die Veranstaltung im Zeichen des Weltfriedens besuchen durften. Gesucht wurde nach Ecstasy, Kokain, LSD und ähnlichem. Ergebnis waren trotz hunderter kontrollierter Gäste geringe Mengen Haschisch, die man wohl auf jedem Dorffest gefunden hätte, würde man dort danach suchen. Der durch die Kontrolle verursachte Stau bewog einige Besucher, ihr Fahrzeug in einer Zufahrtsstrasse abzustellen, obwohl reichlich Parkplätze auf dem Festgelände zur Verfügung standen. Thema Lärm: die angrenzenden Nachbarn waren informiert, unsere Handynummern wurden im Vorhinein verteilt, kein Anruf ging jedoch ein. Die angeblich “zahlreichen Beschwerden“ belaufen sich nach Angaben der Gemeinde auf drei. Die Veranstaltung war gut organisiert, sicher durchgeführt und blieb ohne jegliche Alkohol, Gewalt, Lärm oder Drogenexzesse. Fraglich bleibt, was Großeinsätze dieser Art kosten, was sie bewirken und ob sie auf einem Tanz für den Frieden in dieser Form notwendig sind. Trotz aller Widrigkeiten war der Earthdance 2003 ein Fest im Geiste des Friedens, eine Zusammenkunft junger, fröhlicher Menschen, mit dem Willen, anderen zu helfen.
Fett den Puma- Salzburger Verein zur Förderung heimischer Künstler im multimedialen Bereich
5061 Elsbethen
und
Otherland Production
5102 Anthering